27 Februar 2006

Sisters

Abendessen mit anschliessendem Kinobesuch der Sisters in Crime. Mehrmals wurde ich gefragt, wie ich das denn mache mit diesem fortlaufenden Schreiben. So neben der anderen Arbeit. Ich weiss es eigentlich auch nicht. Es sind ja nur noch elf Wochen.

24 Februar 2006

Geschafft

Die erste Woche ist geschafft. Ein paar Mal war ich wirklich froh, dass der Beitrag erst um Mitternacht online geht. Mein Ziel ist es immer noch, mindestens eine Folge voraus zu sein. Vielleicht klappt's ja noch.
Nun steht die Feinplanung der nächsten Woche an. Ich habe endlich für meine Tote einen passenden Nachnamen gefunden und ihr (ehemaliger) Wohnsitz steht auch fest.
Am meisten Mühe macht mir die Kapitelüberschrift. Wie findet man da eine passende, wenn das Kapitel noch gar nicht geschrieben ist?

21 Februar 2006

Ein Krimi als Weblog?

Super wie es läuft. Viele positive Reaktionen. Sogar aus China. Die meisten finden es eine tolle Idee. Nur der Bloggerszene sind wir scheinbar auf die Füsse getreten, was ich sehr interessant finde, aber nicht ganz verstehe. Ich habe immer gedacht, das Internet sei so demokratisch. Und was gibt es demokratischeres, als einen Roman für jedermann und -frau frei zugänglich ins Internet zu stellen? Sind Blogs nur für gewisse Inhalte bestimmt? Es geht doch um Interaktion. Und wenn ich als Autorin nicht im stillen Kämmerchen schreiben will (was ich übrigens auch mache), was steht dem dagegen?

20 Februar 2006

Erste Reaktionen

Gertrud Gut fährt Tram. Und ich auch. Seit heute. Obwohl das nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Die ewige Warterei, dann der fehlende Sitzplatz. Doch was macht man nicht alles für eine möglichst authentische Geschichte (zugegeben, dazu kam, dass mir meine Physiotherapeutin geraten hat, nicht mehr Velo zu fahren und meiner Lendenwirbelsäule mal eine Pause zu gönnen).
Also habe ich mir eine Regebogenkarte gekauft und ziemlich viel Zeit verplempert. Dabei war heute viel los. Die erste Folge ist erfolgreich online gegangen und bereits sind die ersten Kommentare eingetrudelt, was natürlich super ist.
Da kam etwa die Frage, ob ich den Krimi fortlaufend schreibe. Antwort: Ja natürlich. Und im Moment leider fast "real time". Eigentlich wollte ich immer ein paar Folgen voraus sein, doch das habe ich bis jetzt noch nicht geschafft.
Gerne hätte ich meinen LeserInnen ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt, was den Fortlauf der Geschichte betrifft. Ein Blog bietet sich geradezu an. Doch war mir das bei einem Krimi, bei dem es einen Fall gibt, der dann am Schluss irgendwie gelöst sein muss, etwas unheimlich. Vielleicht beim nächsten Mal. Sicher werde ich auf Kommentare eingehen, die sich in die Geschichte einbauen lassen. Auch die Länge der Folgen wird in etwa so bleiben wie sie ist. Schliesslich soll man sich ja nicht die Augen verderben.

17 Februar 2006

Frühschicht

Habe noch immer keinen Tatort - oder besser Fundort.
Leichen werden in der Früh entdeckt, deshalb heisst es heute, früh aufstehen. Um sieben bin ich bereits am Bürkliplatz. Die Stelle ist perfekt. Ich mache ein paar Fotos, atme die frische Luft, die über den See kommt. Kurz vor acht bin ich wieder zu Hause und das Bett ist noch warm.

16 Februar 2006

Gerichtsmedizin

Im Institut für Rechtsmedizin ein beinahe ein vertrautes Wiedersehen. Der Gerichtsmediziner R. M. hat mich bereits bei meinem ersten Krimi beraten. Im Eingangsbereich wartet ausser mir eine Gruppe. Das seien Angehörige sagt mir R. M. später. Ich fühle mich etwas deplaziert. Das hier ist der reale Tod. Doch R. M. erzählt mir von verschiedenen Arten des Ertrinkens wie wenn es das normaste von der Welt sei. Spricht über Fettwachsbildung und Schaumpilz wie ein Zahnarzt über Karies und Zahnstein. Nur als ich ihn frage, ob er auch bei der Tsunami-Katastrophe vor Ort war, verstummt er.

15 Februar 2006

Seepolizei

Besuch bei der Wasserschutzpolizei am Mythenquai. Herr B. erklärt mir alles ganz genau. Von wie tief der Zürichsee ist (max. 142 m) bis zu wie viele Leichen pro Jahr sie aus dem See fischen (10-20 Personen). Und manchmal ist es auch die "falsche". Man sucht eine Person, die mit einem Boot verunglückt ist und findet eine Leiche, die schon mehrere Jahre auf dem Grund liegt. Oder die Taucher suchen nach Diebesgut und finden einen Kopf in einem Plastiksack.
Das ist alles sehr deftig. Doch Herr B. erzählt sachlich, fragt mich, ob ich bereits einen Krimi geschrieben habe und als ich bejahe, zeigt er mir noch ein paar Leichenbilder. Erstaunlicherweise sind die gar nicht so schockierend. Trotzdem frage ich mich, wieso ich eigentlich keine Liebesromane schreibe.
Auch wird aus meiner auf dem See treibenden Leiche nichts. Bei den momentanen Temparaturen sinkt die Leiche ab und bleibt auf dem Grund liegen. Ausser sie trägt einen Mantel, der ihr Auftrieb gibt.

09 Februar 2006

Wasserleiche

Hab den Plot nochmals überarbeitet. Es soll nun eine Wasserleiche sein. Eine Frau um die vierzig schwimmt im Seebecken. Jetzt fehlt nur noch die Story dazu.

08 Februar 2006

Kommentare

Erstes Treffen mit der Tagi-online-Redaktion. Die schwierigste Frage: Wollen wir Kommentare zulassen oder nicht? Wir ringen uns zu einem Ja, aber durch. Ich bin gespannt.

06 Februar 2006

Plot

A. findet den Plot klischiert, zu tatortig.
Was ist wichtiger: Welche Geschichte man erzählt oder wie man sie erzählt? Und: Gibt es denn keine anderen Mordmotive als Rache, Eifersucht, Habgier und Vertuschung?

03 Februar 2006

Feinstaub

Zürich erstickt im Feinstaub. Auch ein passables Thema für einen Krimi. Und so wie's aussieht, wird sich nicht rasch was bessern.
Hab den Auftrag vom Tagi-online für den Krimi in der Tasche oder vielmehr in der Mailbox. Es kann losgehen.